Markenpiraterie –
"Original und Fälschung"
Wer wird imitiert und was für Plagiate gibt es? In der Regel sind es Marktführer in ihren jeweiligen Produktbereichen. Die Fälschungen reichen von der Bekleidung, über Schmuck, Uhren, PC's bis hin zu Kfz-Teilen, und damit sind wir beim Thema.
Statistiken des Zolls belegen: Jedes 10. Kfz-Teil ist gefälscht
– und damit gefährlich. Plagiate sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen … und auf den zweiten oft auch nicht.
Ein erschreckendes Beispiel von Plagiaten, welche z. B. im Internet verkauft werden: Kfz-Ersatzteile wie etwa minderwertige Bremsscheiben oder Bremsbeläge aus getrocknetem Kuhdung, deren Herkunft meist China ist.
Doch Plagiate erkennt man nicht nur anhand der Herkunft aus China oder Taiwan,
auch in unserer Region boomt der Handel mit Plagiaten.
Aus der Berliner Morgenpost vom 25. Januar 2007:
„Rund 40 Tonnen gefälschte Wälzlager im Nominalwert von etwa acht Millionen Euro haben die beiden Weltmarktführer SKF und die Schaeffler Gruppe auf dem Gelände des FAG-Werks in Schweinfurt zerstört“
„Allein in der Automobilbranche setzen Produktpiraten nach Expertenschätzungen weltweit fünf bis zehn Milliarden Euro pro Jahr um. Besonders kriminell wird es dann, wenn es sich um sicherheitsrelevante Produkte wie beispielsweise Wälzlager handelt. Wälzlager sind in ziemlich alles eingebaut, was sich bewegt. Im Automobilbau verrichten diese Lager ihren Dienst in Motor, Getriebe, Differenzial, Lenkung oder in den Radnaben. "Es handelt sich um hochbelastbare und sicherheitsrelevante Bauteile, deren Versagen schwere Schäden und Unfälle zur Folge haben kann", sagt Walter Ragaller, Sprecher des deutschen Zulieferers SKF“.
„Glücklicherweise ist das Risiko, bei Reparaturen gefälschte Teile eingebaut zu bekommen, zumindest in Deutschland noch gering, weil Vertragswerkstätten ebenso wie Meisterbetriebe und seriöse freie Teilehändler im Regelfall direkt beim Hersteller einkaufen.
Wer aber beim Internetauktionshaus Ebay, auf Flohmärkten oder Autobahnrastplätzen spottbillige Ölfilter und Bremsbeläge kauft und sie der freien Werkstatt zum Einbau übergibt, ist selbst schuld. Die Packung mit dem Herstellerlogo ist meist ebenso gefälscht wie der Inhalt.“ Berliner Morgenpost, vom 21. April 2007
